Lymphödem

Als Lymphödem bezeichnet man eine fühl- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum, bedingt durch die mechanische Insuffizienz des Lymphgefäßsystems. Dadurch kann Flüssigkeit nicht mehr genügend über das Lymphgefäßsystem abtransportiert werden und es kommt zu einem Rückstau, dem sogenannten Ödem.

Ursachen

Es gibt sehr verschiedene Ursachen für die Entstehung von Ödemen, die immer ein Symptom, aber nicht die Krankheit an sich darstellen.

Die Lymphödeme, die mittels Manueller Lymphdrainage bzw. Komplexer physikalischer Entstauungstherapie behandelt werden, sind folgende: 

Primäres Lymphödem

Beim "Primäres Lymphödem" sind die Lymphgefäße oder Lymphknoten in einem bestimmten Gebiet nicht oder nicht ausreichend im Körper vorhanden. Meist kommt es zur ersten Ödembildung bereits im Kindesalter. Das Ödem beginnt häufig an den Händen oder Füßen und breitet sich von dort aus.

Sekundäres Lymphödem

Beim "Sekundären Lymphödem" entsteht ein Ödem durch Schädigung des Lymphgefäßsystems (zB durch Brustkrebs- oder Unterleibskrebsoperationen, Strahlenschäden o.ä.), wenn der Körper nicht mehr ausreichend Lymphflüssigkeit abtransportieren kann. Dies kann sich auch erst einige Monate oder sogar Jahre später zeigen. Die Ödembildung beginnt zumeist rumpfnah und breitet sich von dort weiter in die Extremitäten, manchmal auch in die Genitale aus. Bei Krebsoperationen im Hals- oder Gesichtsbereich kann es zur Ödembildung im Kopfbereich kommen.

Phlebo-Lymphödem

Beim "Phlebo-Lymphödem" führen schlechte Venen zu vermehrter Ansammlung von Gewebeflüssigkeit und es kommt - bei fehlender Behandlung der venösen Probleme wie zB das Tragen eines Kompressionsstrumpfes oder eine Venenoperation - zur Einlagerung von Ablagerungsstoffen im Gewebe.

Lipödem    

Beim "Lipödem" kommt es durch eine chronische Funktions- und Verteilungsstörung auf Grund einer pathologischen Vermehrung von Fettgewebezellen zumeist im Beinbereich  zu Verdickungen, bei gleichzeitig schlank bleibenden Füßen  ("Reiterhosen", "Pumphosen"). Das Lipödem betrifft fast ausschließlich Frauen. Es kommt zu einem Mißverhältnis zwischen Stamm- und Extremitätenfett. Es können Schmerzempfindungen in den Ödemstellen sein.

Auch traumatische Ödeme wie nach Verletzungen, Operationen, Knochenbrüchen etc werden mittels Manueller Lymphdrainage behandelt. 

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